Autor Thema: Plausible Darstellung einer Magd  (Gelesen 36916 mal)

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Mildred

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Re: Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #90 am: August 29, 2006, 19:05:04 Nachmittag »
@Jeanne, ja, irgendwie werde ich den Wälzer mitschleppen können. Vielleicht entdecken ein paar Augen mehr doch noch mehr!

Fritz

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Re: Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #91 am: April 27, 2007, 17:52:27 Nachmittag »
Danke Kerstin.

Gui, der wenn er einen Beleg kriegt auch seine Kopfbedeckung ändert.

Ich hab einen Beleg! Den sagenumwobenen Teppich von Bayeux und 100.000 zeitgenössische Illustrationen! Die tragen da meistens nichts auf dem Kopf. Höchstens Haare. Und das ist besser als eine unbelegte phrygische Kappe.
Gruß
Friedrich van Wormsalt

-----> http://www.einfach-toll.com <-----

Hanna

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #92 am: April 01, 2012, 19:13:04 Nachmittag »
so altes thema..aber ich hab doch fragen!!;)
1. was is denn der unterschied zwischen kopftuch und schleiertuch??
2.darf die kopfbedeckunf, wie auch immer sie geartet ist denn nur weiß sein (für eine magd)??
3.ganz am anfang wurde gesagt, dass ein überkleid mit etwas kürzeren armen und kürzerem saum als dem unterkleid nicht zulässig ist?! keine belege für eine magd?
4.wären dezente,leicht zu beschaffende farben wie z.b. birke für ein überkleid einer magd ok?

danke für die antwort
hanna

Gaewfric

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #93 am: April 01, 2012, 19:57:37 Nachmittag »
Ich denke, die Regeln sind relativ klar. schau bitte noch mal im Einsteigerkitguide. dort steht eigentlich alles drin.


Farben sind aus meiner Sicht immer kritisch zu bewerten. Dabei kommt es nicht so sehr darauf an, ob das Material zu beschaffen wäre, sondern wie hoch der Aufwand einer Färbung ist.

Hanna

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #94 am: April 01, 2012, 21:17:20 Nachmittag »
hej Gaewfric
klaro den kitguide hab ich natürlich wiederholt durchforstet!! leider hab ich auf die fragen oben keine ausreichenden antworten bekommen!!:-(

was das färben angeht..also ich würde mal sagen,dass das sehr leicht und ohne aufwand zu färben gewesen wäre!! (is es heute auch- blätter runter vom baum, rien in topf, kochen- ferti!)

Jorg Keilerson

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #95 am: April 01, 2012, 21:28:33 Nachmittag »
Hanna und anderen,
Wie gut ich verstehen kann das man jetzt lieber mit Farben arbeitet, kann ich mich sehr gut vorstellen das in die Christliche "Genügsamkeit" (sagt man das so? Ich meine ohne aufwand) der Kopftuch nur schön weis war. Und wirklich weis ist jetzt auch noch eine Frage, weil bleichen von Leinen ist auch eine schwere Job und kostet Zeit.

Ich kenne mich hier nicht gut aus, aber habe mich so unterrichten lassen.
Anders gesagt: nur zum info  :)

Jorg
Nur eine dänen-axt gibt die ruhe die man sucht

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Hanna

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #96 am: April 01, 2012, 21:43:10 Nachmittag »
das dass kopftuch weiß bleibt, habe ich vermutet, mir wäre jetzt auch kein anderer nachweis bekannt! danke für die bestätigung!;)

aber wies mit kleidern aussieht würde mich doch sehr interessieren, ber da kann ich mich ja am marsfeld mal etwas umhören/umschauen!

eine normale,schlichte grundausstattung für die magd hab ich ja eh, mir geht es eher drum, ein etwas "chickeres" kleid zu nähen, für besondere anlässe/feste, das trotzdem noch für eine magd plausibel wäre!!

Jorg Keilerson

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #97 am: April 01, 2012, 21:50:37 Nachmittag »
Hanna,
Für Kleider und ihre farben hatt unsere QM so eine Excel datei gemacht.
Sehe: http://www.ffc1066.de/foren/index.php?topic=2220.msg31375#msg31375

Und nachfragen und umschauen auf Marsfeld ist immer gut.

Jorg
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Hatto von der Mole

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #98 am: April 01, 2012, 21:56:56 Nachmittag »
Frage 1:
keine Ahnung, ich denke ein Kopftuch ist ein dreieckiges Tuch das hinterm Kopf zusammengebunden wird. Ein Schleier ist größer und bedeckt min. Haare und Hals.

Frage 2:
keine Ahnung, sehe ich aber auch so. nur natur oder weiß

Frage 3:
keine Ahnung, so wie ich das sehe ist ein Überkleid das kürzer als das unterkleid ist ok. Auf jeden Fall habe ich das so in erinnerung und wird auch von vielen so gemacht.

Frage 4:
ja wäre es lt. "Dienstanweisung Kleidung"
http://www.ffc1066.de/foren/index.php?topic=2220.0

Edit: jetzt war unser Kommandant schneller. hat den Posten ja nicht umsonst :D
« Letzte Änderung: April 01, 2012, 21:59:41 Nachmittag von Hatto von der Mole »
Sic semper tyrannis

Meum est propositum in taberna mori

Hanna

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #99 am: April 01, 2012, 22:11:57 Nachmittag »
danke an euch beide, der link hilft mir da sehr weiter!!!

@hatto, was die länge der kleider angeht, ist der erste eintrag dieses threats, der ausschlaggebende, weswegen ich frage!
hier der ausschnitt (is allerdings schon 6 jahre alt):

"In diesem Thread wollte ich nur noch einmal etwas zum Thema "Darstellung einer Magd im Contingent" loswerden.
Mir ist an dem Trainingswochenende aufgefallen, daß viele von euch sich für die Darstellung nebst langem leinernen/wollenem Unterkleid ein um einiges kürzeres Überkleid (leinen/wolle) gemacht haben, oder aber im Begriff waren sich ein solches zu schneidern.
Bitte bedenkt, daß für eure Darstellung eigentlich ein Überkleid in der länge des Unterkleides richtig ist!!! Haltet bitte die Darstellung so einfach wie möglich, nehmt keine Stickereien, keine Borte, benutzt Kopftücher aus Leinen,nehmt keine Schleiertücher und haltet die Farben in einem angemessenem Ton."

Gaewfric

  • Gast
Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #100 am: April 02, 2012, 10:32:54 Vormittag »
IMHO ist deutlich kürzeres Überkleid über dem Untergewand raus, weil das

1. eher in die Ottonik passt (aber Herr Uhl möge mich korrigieren, wenn ich Unsinn fasele)

2. Eher wohlhabenderen zuzuordnen ist, weil es nur einen Grund gibt, sein Untergewand zu zeigen: Es lohnt sich, weil es aus einem dollen Stöffsche genäht ist, oder schmucke Stickereien aufweist. Beides Dinge, die bei einer Magd zweifelsfrei raus sind.

Sicher hat niemand ein Problem, wenn das Untergewand mal rausschaut. Nur würde ich daraus kein modisches Dingen machen.

Stichwort Färben: Zum einen brauchst Du einen relativ großen (Eisen-)Kessel, der zumindest im einfachen bäuerlichen Umfeld nicht ohne weiteres verfügbar sein wird. Nun kommt es darauf an, was Du unter einer Magd verstehst. Eine Bauersfrau wird für Färbefirlefanz keine Zeit (und keinen Topf) gehabt haben. Mägde im  Umfeld eines Herrensitzes evtl. schon eher, oder sie haben abgetragene Kleidung der Herrin getragen (möglicherweise).

Ich bin kein Färbeexperte, aber meines Wissens nach gibt es auch nicht viele Färbungen, die man einfach in den Topf schmeißt und kochen lässt. Da gibt´s eine Vorbehandlung (AKA Beize) und die Temperatur muss überwacht werden. Also nicht ganz so wenig aufwändig, wenn man nicht spontan einen Elektroherd zur Verfügung hat  ;)

Stichwort weißes Leinen: Ersetze "weiß" durch "naturfarben" und Du bist auf der sicheren Seite. "Weiß" (also wirklich weiß") ist - wie Herr Keilerson bereits sagte - mit anständigem Aufwand verbunden.

Wie gesagt, muss man bei den Überlegungen nicht nur die Kosten oder die Verfügbarkeit der reinen Materielein berücksichtigen, sondern eben auch den Prozess der Umsetzung und ggf. die dafür notwendigen Utensilien. Zeit mag damals scheinbar eine weniger große Rolle gespielt haben wie heute, aber der Tag eines einfachen Menschen hatte auch nur 24 Stunden und die zeichneten sich sicher nicht gerade durch üppige Freizeit aus.

Hanna

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #101 am: April 02, 2012, 11:00:51 Vormittag »
danke nochmals!
-das mit dem kurzen kleid ist mir sehr logisch! wobei cih kurzzeitig auch daran dachte,dass ja ein kürzeres kleid auch weniger stoff verbrauchen würde...aber is ja auch egal, auch ein langes kleid ist schön;)

-sorry,dass kam falsch rüber mit weiß meine ich natürlich naturfarben,das sversteht sich von selbst!

-die sache mit dem eisenkessel ist spannend, hab cih so ncoh nciht bedacht! allerdings kann icha us eigener erfahrung sagen, soooo groß müsste er nciht sein, is ja aber auch egal!.
tatsäclich kann man z.b. mit walnuss ohne probleme (auch ohne beize) z.b. kalt färben d.h. in einem holzbottich o.ä. und es reicht tatsächlich einfach stoff und nüsse für einige tage ins wasser zu legen! bei birken färbung braucht man auch nciht auf spezielle temperaturen achten, das ist wirklcih eine seehr simple färbung! und beide braucht man nciht zwingend, es wärde das farbergebniss verstärken,aber es ist nciht notwendig!!

ich muss ja nciht zwingend färben, ich würd nur gerne wissen, ob es möglich wären und wenn nein, dann warum genau nicht...


Cutani

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #102 am: April 02, 2012, 12:01:29 Nachmittag »
Das lange wollene Überkleid hat einen großen praktischen Nutzen:
Es brennt nicht so schnell wie Leinen und hält die Hitze ab! (Unsere Trossfeuer sind ein bisserl größer und somit auch heißer als ein kleines Lagerfeuer)

Nur als Tipp.

Ich bin nicht dick - ich brauche Platz für meine inneren Werte!

Patrick

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #103 am: April 02, 2012, 19:52:10 Nachmittag »
(Unsere Trossfeuer sind ein bisserl größer und somit auch heißer als ein kleines Lagerfeuer)

Das kann ich nur bestätigen.
Da gibt es so Anweisungen wie: Wir brauchen jetzt ein Höllenfeuer. *g*

Ida

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Antw:Plausible Darstellung einer Magd
« Antwort #104 am: Dezember 07, 2012, 17:53:01 Nachmittag »
Guten Abend allerseits! :)
Eine Bekannte hat mir gerade eine klamotten-technische Frage gestellt.
Und zwar hat sie hier
http://www.ffc1066.de/galerie/nggallery/truppengattungen/tross/
in der letzten Reihe das Foto der adeligen Damen gesehen und mich gefragt, ob es denn auch für eine Magd denkbar ist, so ein kürzeres Überkleid über einem langen Überkleid zu tragen. Natürlich nicht mit bestickten Seidenbesätzen, sondern aus einfacher Wolle.
Eigentlich sollte ja nichts dagegen sprechen. Das Kleid stört beim Arbeiten weniger als ein Umhang und wärmt schön.
Sie wüsste jedenfalls gerne, woher der Beleg für das zweite Überkleid kam und eben ob das auch für eine einfache Darstellung ok ist...
Vorausgesetzt es handelt sich bei dem Foto um ein zweites Überkleid und das, was sie für das erste hält, ist nicht das farbige Unterkleid :)
Aber auch in diesem Fall stellt sich ja die Frage, ob etwas gegen zwei Überkleider sprechen würde...
« Letzte Änderung: Dezember 07, 2012, 17:55:10 Nachmittag von Ida »