FFC – Das Franko-Flämische Contingent

Krieger für den Herzog – Das FFC im Archäologischen Museum Frankfurt

Am vergangenen Samstag, 16.01.2010 war das FFC zu Gast im Archäologischen Museum Frankfurt. Das Motto des Tages war „Krieger für den Herzog“ und entsprechend hochgerüstet traten wir auch an. Wir haben unser Konzept „Triff die Figuren des Teppichs“ genannt und jedem Teilnehmer eine Position am Teppich zugewiesen (in order of appearance): Stefan (Paulus) Eck war der Schleuderer, Herr Robert der Reiter, (Mo)Rhys der Bogenschütze, Herr Bernwart die schwere und Hatto und Gaewfric die leichte Infanterie. Dort standen sie dann den Besuchern für Fragen zur Verfügung und als „Demonstrationsobjekte“ während der Führungen durch Herr Linnhard und Herr Heinrich, die als schwere Infanteristen die Besucher schon im Foyer empfingen. Unsere Damen und die restlichen Contingentler (die mir bitte verzeihen, wenn ich sie nicht alle namentlich erwähne), die als Gäste gekommen waren, hatten sich eine nette Ecke eingerichtet in der sogar gewürfelt und gevespert wurde.

Doch beginnen wir am Anfang…

krieger fuer den herzog 250x166 Krieger für den Herzog   Das FFC im Archäologischen Museum Frankfurt ImageUm halb zwölf kamen Frau Gerlind, Herr Robert und Herr Linnhard zu Frau Melisendis und Herr Heinrich um sie abzuholen. Leider war es zu spät für einen Kaffee oder ein beruhigendes Bierchen (es waren vier Sorten im Kühlschrank), aber das war auch nicht so schlimm, davon sollte es am Abend noch mehr als genug geben.

Überpünktlich am Museum ließen wir uns die Umkleide zeigen und dann kamen auch schon Frau Hela, Frau Sylvia, Herr Gaewfric, Herr (Mo)Rhys und Herr Hatto. Kaum war das Hallo verklungen kam auch das letzte Auto mit Frau Caro und den Herren Bernwart und Stefan an. Nun war die Crew komplett und es konnte losgehen. Schnell noch mal ins Konzept und in die Quellenliste geschaut, dann eine Einweisung für die Teilnehmer und schon war es 13:00h und es ging los. Die Personen nahmen Aufstellung an ihren Positionen und Herr Heinrich bekam ausgerechnet jetzt Halsschmerzen. Gott sei Dank hat er eine Frau und diese als solche immer alles dabei, was Frau braucht, wenn sie ein großes Kind (oder Krieger) hat, also auch Halsschmerztabletten…

Die erste Führung beschäftigte sich mit der Defensivbewaffnung und nach der interessanten Einführung durch Herr Linnhard zum Thema Contingent und den kommenden Führungen ging es von Station zu Station und abwechselnd erklärten Herr Linnhard und Herr Heinrich die verschiedenen Ausrüstungsgegenstände. Beendet wurde die Führung immer am „Lager“, wo noch ein paar Ausrüstungsgegenstände mehr warteten und Platz war, in lockeren Gesprächsrunden diese herumzureichen und weitere Fragen zu beantworten.

Das Publikum war sehr interessiert und auch außerhalb der Führungen wurden unsere „lebenden Exponate“ immer belagert, sodass kaum Zeit für einen Becher Wasser oder ein von Frau Gerlind gebackenes Brötchen mit selbstgemachter Knobibutter blieb.

Auch die Referenten hatten gerade erst die letzte Frage beantwortet als es schon an die zweite Führung ging. Mit der ersten Führung waren wir noch mäßig zufrieden (der Dame vom Museum hat es besser gefallen als uns selbst), war die Folgende rundheraus als gelungen zu bezeichnen und beide Vortragende steigerten sich in einen wahren Erklär-Rausch. Kompetent aber immer mal einen lockeren Spruch einstreuend konnten wir das Publikum in unseren Bann ziehen und mutierten zum Hans- Joachim Kuhlenkampff des Museums: Wir überzogen die geplanten 20 min gnadenlos. Für die jungen Leute unter Euch: Kuhlenkampff war der Thomas Gottschalk unserer Generation, nur viel besser…

Zurück zu Lück oder besser zum Thema: Die letzte Führung behandelte die Vorbereitungen zur Schlacht, die Überfahrt, die Landnahme, die Situation der Angelsachsen, die Taktiken und Schlachtaufstellungen, die eigentliche Schlacht mit dem Tod Harolds sowie die endgültige Inbesitznahme Englands. Krönender Abschluss war dann eine kurze, aber vom Publikum begeistert aufgenommene, Demonstration franko-flämischer Disziplin und Kampfeskunst. Als dann am Ende unsere Schlachtrufe durch die Kirche des ehemaligen Klosters hallten, war der Tag gewonnen.

Viele interessante Gespräche, einige Becher Wasser und diverse verteilte Flyer später brachen wir dann unsere Zelte im Museum ab und trafen uns bei Hela und Gaewfric wieder, die zur After-Museum-Party geladen hatten. Ein grandioser Tag fand sein würdiges, feucht-fröhliches Ende.

Doch damit nicht genug. Denn erstens haben wir ja noch einen Termin im Februar und zweitens kam schon am Montag früh Nachricht aus dem Museum, dass die Ausstellung verlängert wird (wegen uns???) und das Museum uns im März nochmal haben möchte. Und damit immer noch nicht genug. Das Museum möchte uns Ende August für drei volle Tage in Folge!!! Wir scheinen also Eindruck hinterlassen zu haben. Ein Erfolg, auf den wir ALLE stolz sein können, denn wenn wir nicht in der Breite saubere Arbeit abliefern würden, wären wir dem Museum wohl kaum empfohlen worden.

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