Erfolgreich trainiert wurde zum diesjährigen Herbstmanöver über drei Tage rund um die Uhr, zumindest solang es das durchwachsene Wetter zuließ.
Mit insgesamt 50 Teilnehmern des Franco Flämischen Contingentes war das diesjährige Herbstmanöver im Vergleich zu den letzten Herbsttrainings, das Größte. Alle Aktiven fanden in Ommen für drei Tage, die herausragende Möglichkeit, in nahezu perfekter Umgebung ( m. kl. A.: die Autobahn!) ungestört, nicht kommerziell und durchgängig, historisches Militärwesen zu trainieren und Ihre ganz eigene Vorstellung von „Living History“ kompromisslos und experimentell zu erfahren.
…es war unglaublich abgefahren, anstrengend, nass, erlebnisreich, lehrreich, kommunikativ und einfach nur: aller bestes Oberklassen – Reenactment. – Holger Fischbuch
Als Veranstaltungsort war in diesem Jahr die niederländische Stadt Ommen mit Ihrem Pfadfinder Camp Scouting Buitencentrum Gilwell Ada’s Hoeve, geradezu ideal. Ommen ist eine kleine Hansestadt am Ufer der Vechte, mit etwa 17.000 Einwonhnern. Das Camp, ein perfekt geschütztes Gelände mit einem bewaldeten und offenem Gelände mit sehr großen “Spielplätzen”, guten sanitären Anlagen und ca. 45 ha abwechslungsreichem Naturgebiet.
Nach dem Eintreffen der ersten FFC – Teilnehmer am frühen Donnerstag und dem Errichten des Lagers, begann bereits am Nachmittag für viele das Training. Erklären von Zuständigkeiten und Aufträgen, Lage -und Geländeerkundungen, Wachmannschaften einteilen und erste Kontakte mit den Trainingspartnern/Gegnern der niederländischen „Keilerrotte“. Bis zum darauffolgenden Freitagmorgen, wurde in der Nacht aus Sicherheitsgründen nur mit leichter Bewaffnung ( Sax, Kurzschwert, Messer) im gesamten Gelände, in Wald und Flur, das Kampftraining absolviert. Im Wechsel von 3 Stunden gab es Nachtwachen. Schließlich wurde das franco flämische Lager, mehrfach durch die Trainingsgegner traktiert und angegriffen.
Nach dem anschließenden Tagestraining, wurde in der zweiten Nacht, aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse eine Manöverpause eingelegt. Permanent in sogenannte „Kampfhandlungen“ verwickelt, sollten nicht nur die „Keiler“ in der zweiten Nacht ruhiger werden, sonder auch die Franco Flamen. Am Samstag, nachdem sich Wetter und alle Mannschaften erholt hatten, trainierten die Teilnehmer noch einmal intensiv bis 16 Uhr. Danach fand das anstrengende aber geniale Manöver bei strahlendem Sonnenschein sein offizielles Ende und man ging zum gemütlichen Teil über und feierte einträchtig die gelungene Veranstaltung.
Fazit: Abschließend kann man über Ommen berichten, dass es ein von den Keilern perfekt organisiertes variantenreiches Trainingslager, mit insgesamt nur einem einzigen Verletzten war und Dank der fleißigen Tross Hände, keinerlei Mangel herrschte. Es gab eine sehr gute Lagerverpflegung mit köstliche Speisen und Getränken.
Ein großes Dankeschön an Gwen, Anne, Hela und all die Anderen, die sich um die „Raufbolde“ kümmerten.
Das Herbstmanöver findet ganz klar für FFC – Kämpfer eine besondere Beachtung. Es ist so intensiv und kompromisslos, wie keine andere Veranstaltung dieser Art sonst !
Danke dass ich dabei sein durfte, ich freu mich schon auf das Nächste mal.
Text: Henricus `de Bomenebourgk (Holger Fischbuch)
Foto: Arne